Mobile Optimierung wird zum Rankingfaktor

Für den 21.April dieses Jahres hat Google mit dem neuen Update „Mobile-Friendly “ angekündigt, die benutzerfreundliche Bedienbarkeit von Websites  auf Smartphones  für  die Suchmaschinenrankings  zu berücksichtigen. Betroffen sind laut Google nur Suchanfragen, die über das Handy getätigt werden, nicht solche die über den Desktop getätigt werden. Google empfiehlt dabei ganz eindeutig Websites mit responsive Design, also solche die in der Lage sind, sich dem jeweiligen Endgerät anzupassen.

Google spricht in einer offiziellen Pressemitteilung vom 26.02.2015 von „Significant impact in our search results“ – also von erheblichen Auswirkungen in unseren Suchergebnisse. Aber was bedeutet das konkret und welche Auswirkungen hat dieses Update?

Zunnehmender mobiler Traffic

Google generiert 60 Prozent seines Traffics durch mobile Nutzer. Des Weiteren nimmt auch die Zahl der Nutzer stetig zu, die von einer mobilen Seite aus im Internet surfen. So stieg die Zahl der Nutzer des mobilen Internets in Deutschland vom Jahr 2009 bis zum Jahr 2015 von 18,2Millionen auf 56,3Millionen Nutzer an. Bereits im Jahr 2013 erklärte Google daher die richtige Konfiguration der mobilen Seite zum Rankingfaktor. Ab dem 21.April konkretisiert Google dieses in Form des „Mobile Friendly“ Algorithmus.  Die Grafik zeigt die Zugriffsdaten einer unserer Kunden und den Anteil der mobilen Zugriffe.

Ab der Aktivierung des neuen Algorithmus, prüft Google die Webseiten bei jedem Crawling auf alle relevanten Faktoren, darunter jetzt auch die mobile Optimierung.  Das heißt für Websitebetreiber, dass bei einer nicht mobil-freundlichen Seite Abstufungen im Ranking drohen.

Responsive Design mit vielen Vorteilen

Google empfiehlt, ein Responsive Design für die Webseite zu wählen und sie für alle Devices unter der gleichen URL erreichbar zu machen. Responsive Design leistet dies, in dem es sich dynamisch jeder Device Breite an das jeweilige Gerät anpasst. Dadurch müssen keine zusätzlichen URLs erzeugt werden, was das System auch in der Wartung relativ unkompliziert macht. Im Vergleich zu den zwei anderen gängigen Möglichkeiten die Größe der Website an die Größe des Handys anzupassen, Dynamic Serving oder die Erstellung einer separaten Mobile-Website, ist die unkomplizierte Wartung  der entscheidende Vorteil des responsive Design, woraus auch die Empfehlung durch Google resultiert.

Mobile Darstellung mit bestimmten Maßnahmen optimieren

Zudem gilt es bestimmte Dinge zu vermeiden. Dazu gehört primär das CSS, JavaScript und Bilddateien nicht blockiert werden sollen. Auch Audio- und Videodatein sollten auf jedem Device abspielbar sein. So ist es zu empfehlen z.B. auf das veraltete Video Format Flash zu verzichten, da Nutzer von IOS und Android ab Version 4.1 (und höher) von der Darstellung ausgeschlossen werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Optimierung von Ladezeiten, welche sich durch wenige CSS und JavaScript Dateien oder Komprimierung dieser gering halten lassen. Auch die Verwendung von Viewport,  ein Teil des HTML-Codes der für eine korrekte Skalierung der Website beim ersten Aufrufen über ein Mobilgerät sorgt, wirkt sich positiv auf das Ranking aus.

Google bietet neuerdings einen Test auf seiner Webseite an, anhand dessen man durch Eingabe der URL die Optimierung seiner Seite für Mobilgeräte testen kann. Dort wird nach genauer Analyse die mobile Ansicht der geprüften Website angezeigt. Bei  mobil optimierten Websites wird bei der Google Suche neben den Suchergebnissen in grauer Schrift bereits „Für Mobilgeräte“ angezeigt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Websites, die bis zum 21.April nicht „Mobile Friendly“ sind nicht von den Änderungen des Google Updates profitieren werden und in den Rankings vermutlich herabgestuft werden und an weniger relevanter Stelle stehen. Die Webseite in das von Google empfohlene responsive Design zu bringen und damit für die Nutzung über mobile Geräte zu optimieren,  kann dies ändern und die jeweilige Seite im Ranking wieder steigen lassen.

Aus unserer Erfahrung lässt sich berichten, dass unsere Kunden bezugnehmend auf mobile Zugriffe ein Spektrum von 10-25 Prozent haben. Daher gilt es jetzt zwar nicht direkt in Eile zu verfallen, aber auf langfristige Sicht macht es Sinn im laufenden Kalenderjahr aufgrund des zunehmenden mobilen Traffics eine Umstellung auf responsive Design anzustreben.

WordPress Themes