“Wir brauchen digitale Integration” — Innovation Day der Sievers-Group

Osna­brück. Im Lexus Forum Osna­brück fand am Don­ners­tag, dem 22. Febru­ar der Inno­va­ti­on Day der Sie­vers-Group statt. Die inter­ak­ti­ve After-Work-Ver­an­stal­tung bot regio­na­len Unter­neh­men eine Platt­form, um sich über den digi­ta­len Wan­del aus­zu­tau­schen. Wir von Netrocks waren auch dabei! Unser Geschäfts­füh­rer Wolf Goe­rtz dis­ku­tier­te mit, als Exper­te für die Berei­che Online-Busi­ness sowie Web- und App-Entwicklung.

Digitalisierungsexperte Ömer Atiker auf dem Innovation Day
Impuls­vor­trag des Digi­ta­li­sie­rungs­ex­per­ten Ömer Atiker

Impulsvortrag von Digitalisierungsexperte Ömer Atiker

Ömer Ati­ker behan­del­te in sei­nem Vor­trag zum The­ma “Das ist Digi­ta­li­sie­rung. 10 gro­ße Trends und ihre Bedeu­tung für die Wirt­schaft” das Buz­z­word “digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on” im All­ge­mei­nen. Digi­ta­li­sie­rung, davon haben wir alle schon mal gehört. Ob wir dar­über Bescheid wis­sen? Na klar! Aber kön­nen wir es auch in weni­gen Wor­ten definieren?

Wir alle erle­ben die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on, jeden Tag. Aber so rich­tig greif­bar machen, kön­nen wir sie nicht. Statt­des­sen defi­niert die­se jeder für sich ein wenig anders unter dem Leit­be­griff von Künst­li­cher Intel­li­genz, Aug­men­ted oder Vir­tu­al Rea­li­ty etc. Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass man bei der Band­brei­te an Buz­z­words schon ein­mal das gro­ße Gan­ze aus den Augen ver­liert. Sind es doch immer­hin “10 gro­ße Trends”, die eine immer grö­ße­re Bedeu­tung für die Wirt­schaft entfalten.

Des Wei­te­ren ging es um Fra­gen, die Unter­neh­men beant­wor­ten müs­sen, um den Wan­del erfolg­reich zu bewäl­ti­gen. Denn eins ist sicher, der Wan­del fin­det statt. In Zukunft wer­den wir alle Sei­te an Sei­te mit Robo­tern leben und arbei­ten. Das kann zunächst ein­mal beäns­ti­gend erschei­nen, aber auch eine Chan­ce sein, durch die gewon­ne­ne Zeit wie­der das Mensch­li­che zu betonen.

Wie Disruption unsere Gesellschaft zerstört

Das ers­te Dis­kus­si­ons­pa­nel beschäf­tig­te sich mit dem The­ma,  wie dis­rup­ti­ve Pro­zes­se unse­re Gesell­schaft grund­le­gend ver­än­dern. In Bezug auf Joseph Schum­pe­ter wur­de Inno­va­ti­on als Pro­zess schöp­fe­ri­scher Zer­stö­rung beschrie­ben. Wenn wir etwas Neu­es auf­bau­en möch­ten, müs­sen alte ein­ge­fah­re­ne Struk­tu­ren weichen.

Die Teilnehmer des Diskussionspanels "Wie Disruption unsere Gesellschaft zerstört" rund um Wolf Goertz und das Moderatorenteam Sarah Tokornoo und Björn Jansen
Die Teil­neh­mer des Dis­kus­si­ons­pa­nels “Wie Dis­rup­ti­on unse­re Gesell­schaft zer­stört” rund um Wolf Goe­rtz und das Mode­ra­to­ren­team Sarah Tokornoo und Björn Jansen

Niklas Schwich­ten­berg, Geschäfts­füh­rer der Actus GmbH, merk­te an, dass Dis­rup­ti­on nicht die Inten­ti­on eines Geschäfts­mo­dells sei. Ver­än­de­rung kann man ansto­ßen, aber Dis­rup­ti­on müs­se von außen kom­men. Dr. Clau­dio Fel­ten, Geschäfts­füh­rer und Mana­ging-Part­ner bei CMX con­sul­ting by muuuh! Group, hielt dage­gen: “Wir müs­sen uns selbst dis­rup­tie­ren. Wenn du dich nicht selbst dis­rup­tierst, wirst du dis­rup­tiert wer­den”. Erfolg sei der größ­te Feind von Erfolg. Daher müs­sen wir immer wie­der reagie­ren und uns in klei­nen, agi­len Schrit­ten fortbewegen.

Die­ser Mei­nung ist auch Netrocks Geschäfts­füh­rer Wolf Goe­rtz. Bei Netrocks arbei­ten wir mit der Lean Start­up Metho­de. Hier wer­den alle Pro­zes­se so “schlank” und agil wie mög­lich gestal­tet. “Wo sind die Pain Points? Wo kann man dis­rup­tie­ren? Das wich­tigs­te ist anzu­fan­gen! Zum Bei­spiel, indem man einen fes­ten monat­li­chen Betrag in das The­ma Digi­ta­li­sie­rung investiert.”

Wir müs­sen mehr aus­pro­bie­ren, müs­sen uns irren dür­fen “Ein Gift­fak­tor”, so Wolf Goe­rtz, “ist es, wenn die höhe­re Ebe­ne nicht mit­spielt. Der Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zess ist vor allem auch Chef­sa­che”. Dar­auf­hin for­der­te er mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men auf, sich mehr am Auf­bau von Acce­le­ra­to­ren zu beteiligen.

Digital oder real? Eine Grenze verschwimmt…

Auch in die­sem Dis­kus­si­ons­pa­nel wird immer wie­der deut­lich, wir müs­sen uns erlau­ben Feh­ler zu machen. Wir müs­sen immer wie­der aus­pro­bie­ren und umden­ken. Auf die­se Wei­se, sagt Rolf Beh­rens, Geschäfts­füh­rer und Ent­wick­lungs­lei­ter bei Bit­na­mic,  erge­ben sich vie­le Anwen­dungs­ge­bie­te von Aug­men­ted und Vir­tu­al Rea­li­ty, die man auf den ers­ten Blick viel­leicht nicht erkennt.

Nach Aus­sa­ge von Dr. Kris­tin Vogel­sang (Hoch­schu­le Osna­brück) sei kein sta­ti­sches Ler­nen son­dern Inter­ak­ti­on erfor­der­lich. Die Digi­ta­le Leh­re ste­cke noch in den Kin­der­schu­hen und wäre “lei­der noch lan­ge nicht so, wie man sich das viel­leicht vorstellt”.

Mensch gegen Maschine?

Hier­bei han­delt es sich auch um eine ethi­sche Fra­ge.  Wir leben in einer Kom­fort­zo­ne. Ändert sich ein Arbeits­pro­zess, füh­len wir uns unwohl. Es ist eine Her­aus­for­de­rung, sich auf die­se neu­en Pro­zes­se ein­zu­stel­len. Daher müs­sen Mitarbeiter*innen im Unter­neh­men geschult und von vorn­her­ein in den Pro­zess inte­griert wer­den. “Die Men­schen wer­den teil­wei­se durch Robo­ter ersetzt, das lässt sich gar nicht ver­mei­den. Gera­de im Bereich Logis­tik. Aber es ent­ste­hen auch neue Stel­len­pro­fi­le “, sag­te Jan Regt­mei­er, Direc­tor Pro­duct Manage­ment bei HARTING. Es gibt einen Struk­tur­wan­del, das Alte geht, das Neue kommt und hof­fent­lich kommt mehr neues.

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