Die wichtigsten Änderungen am Google Algorithmus

Osnabrück. Um die Qualität und Relevanz einer jeden URL zu bestimmen, nutzt die Suchmaschine Google mehr als 200 Ranking-Faktoren. Google selbst beschreibt seinen Suchalgorithmus so:

„Du suchst Antworten, nicht Milliarden von Webseiten. Deswegen durchsuchen die Ranking-Systeme von Google Milliarden von Webseiten in unserem Suchindex und präsentieren dir nützliche und relevante Ergebnisse im Bruchteil einer Sekunde.“

Um das zu gewährleisten, testet und verändert Google laufend seinen Algorithmus. In diesem Artikel möchten wir einen Überblick über das wichtigste Google Updates des letzten Jahres und dessen Auswirkungen geben. Danach solltet ihr bestens informiert sein und wissen, worauf ihr achten müsst, um dem nächsten Google Update entspannt entgegen sehen zu können.

Grundlagen: Update vs. Data Refresh

Bevor wir zu den wichtigsten Updates kommen, erfolgt ein kleiner Exkurs zu den theoretischen Grundlagen. Beschäftigt man sich näher mit dem Thema Google Updates, stößt man früher oder später auf den Begriff „Data Refreshs“. Nicht alle Optimierungen, die Google durchführt, sind auch automatisch Updates. Letztere haben einen deutlich größeren Effekt auf Webseiten und deren Ranking, als ein Data Refresh.

Das liegt daran, dass man unter einem Update eine tatsächliche Änderung des Google Algorithmus versteht, wie beispielsweise die Panda oder Penguin Updates. Diese Änderungen könnte man als Filter beschreiben, die über den Algorithmus gelegt werden. Sie beziehen sich auf einen bestimmten Aspekt des gesamten Algorithmus, der aus zigtausend Rankingfaktoren besteht. Die Filter funktionieren auf der Basis von Daten. Für den Fall, dass Google einen Filter nur verbessert oder einzelne Filter-Faktoren anders gewichten möchte, wird lediglich die Datengrundlage aktualisiert. Also ein Data Refresh. Nimmt Google allerdings neue Aspekt und Signale mit den in Filter auf, handelt es sich es sich hierbei um ein Update.

Wie oft werden Veränderungen am Google Algorithmus vorgenommen?

Laut der SEO-Community Moz nimmt Google jährlich zwischen 500 bis 600 Änderungen an seinem Algorithmus vor. Die meisten davon sind jedoch so geringfügig, dass die Öffentlichkeit in der Regel nichts davon mitbekommt. Das letzte große Google Update wurde im Oktober 2017 publik.

Panda, Pinguin, Fred usw. - Für die Namen der Algorithmus-Updates gibt keinen "wirklichen" Grund, Quelle: Wade Creative Network
Panda, Pinguin, Fred usw. – Für die Namen der Algorithmus-Updates gibt es keinen „wirklichen“ Grund, Quelle: Wade Creative Network

Rückblick: Fred Update

Anfang März 2017 gab es erneut große Diskussionen über ein weiteres Update des Kern-Algorithmus, das bis zum Ende des Monats nicht von offizieller Google Seite bestätigt wurde. Inoffiziell taufte man das Update auf den Namen Fred.

Nach der offiziellen Bestätigung des Updates, hat Sistrix eine Analyse zu den Auswirkungen des Fred Updates erstellt.  Laut der Analyse sind unter den Verlierern vor allem Websites, die minderwertige Inhalte anbieten und stark anzeigenlastig sind. Es handelte sich erneut um eine Optimierung der Rankingkriterien, die sich mit der Qualität der Seiteninhalte und dem Mehrwert einer Webseite für User*innen beschäftigen.

Mehr Relevanz für die lokale Suche durch das User Localization Update

Gegen Ende Oktober 2017 gab Google dann bekannt, dass es ab sofort nicht mehr möglich sei, gezielt Suchanfragen in spezifischen Google Indexes durch die Eingabe der jeweiligen country code Top Level Domain (ccTLD) durchzuführen. Vorher konnte man noch basierend auf der eingegebenen ccTLD spezifische Suchergebnisse pro Land einsehen, auch wenn man sich physisch nicht in diesem befand. Mittlerweile geht das nicht mehr. Statdessen bestimmt von nun an euer physischer Standort den Google Index und die Suchergebnisse.

Welche Auswirkungen hat das Localization Update?

Auf diese Weite möchte Google die Relevanz der Suchergebnisse für den Nutzer steigern und den jeweiligen individuellen Kontext der Nutzer*innen besser berücksichtigen. Laut Searchmetrics bedeutet das konkret:

  • Das Tracking der Rankings pro Land wird für Toolanbieter in diesem Bereich schwieriger, die Bewertung von Websites ändert sich jedoch nicht
  • Globale Portale stehen in Zukunft möglicherweise vor einer Herausforderung, weil lokalen Ergebnissen mehr Relevanz zugewiesen wird
  • Best Practices der Branche werden durch das Update bestätgigt. Ein grundlegender Strategiewechsel ist nicht notwendig
  • Außerdem unterstützt das Update die Relevanz mobiler Suchanfragen, da diese in der Regel häufig einen lokalen Bezug besitzen
  • Das Update verdeutlicht zusätzlich die fortwährende Ausrichtung auf für einzelne User*innen personalisierte Suchergebnisse  und maßgeschneiderten Kontext

Fazit

Das letzte Google Update zeigt erneut, dass die Suchmaschine sich voranschreitend auf KPIs wie Relevanz und Kontext einzelner Nutzer*innen konzentriert. Daher sollten Sie in Zukunft neben technischen Aspekten wie der Ladezeit, Mobilfreundlichkeit und HTTPS Verschlüsselung auch inhaltliche Aspekte berücksichtigen.

Als Faustregel gilt:

Wer SEO qualitativ hochwertig umsetzt und dabei vor allem den Kontext der Nutzer*innen im Fokus behält, lässt sich von Google Updates nicht aus der Ruhe bringen.

WordPress Themes