31. European Media Art Festival in Osnabrück

Vom 18. bis zum 22.April 2018 fand in Osnabrück das European Media Art Festival  statt. Auch unser Netrocks Büro war bereits EMAF-Standort. Das Motto der 31. Auflage des Festivals lautete „Report– Notizen aus der Wirklichkeit“.

Was ist das European Media Art Festival ?

Das EMAF zählt zu den bedeutendsten Foren der internationalen Medienkunst. Es bietet einen Treffpunkt für Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Fachpublikum. Auf diese Weise prägt es die Thematik, Ästhetik und Zukunft der medialen Kunst entscheidend mit. In über 10 Locations wie z.B. der Lagerhalle, dem Haus der Jugend oder auch im Filmtheater Hasetor gab es auch in diesem Jahr wieder fünf internationale Sektionen. Diese umfassten Filmvorführungen, Musikevents, eine Konferenz und den Media Campus INIT. Außerdem findet noch bis zum 21.Mai eine begleitende Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück statt.

Ausstellung des European Media Art Festival
Ausstellung des European Media Art Festival

Journalismus galt einst als vierte Gewalt

Mit dem Motto „Report – Notizen aus der Wirklichkeit“ beschäftigte sich das European Media Art Festival auch in diesem Jahr wieder mit einem aktuellen Thema, das in allen Sektionen und in spartenüberschreitenden Projekten zu finden war.

Das steigende Interesse von Künstler*innen an dokumentarischen und journalistischen Arbeitsweisen bildete die Grundlage des Festivals. Diese gingen dabei unter anderem den Fragen nach, wie Medienkunst im Fall von politischen Krisen aktiv einschreiten oder sogar neue Kräfteverhältnisse herstellen kann? Oder welche neuen Zugänge zur Wirklichkeit sich eröffnen, wenn man die gestrigen Nachrichten erneut vor künstlerischem Hintergrund betrachtet? Und inwiefern die künstlerischen Arbeiten dabei journalistische Formen übernehmen, überschreiten oder widerlegen können?

Award-Verleihungen

Am Samstag, dem 21.04.2018, wurden drei filmische Beiträge des Europaean Media Art Festivals (EMAF) in der Lagerhalle Osnabrück ausgezeichnet. Der EMAF-Award für eine richtungsweisende Arbeit in der Medienkunst ging mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro an den 26-jährigen Briten Graeme Arnfield und seinen Film „Shouting at the Ground“. Dabei überzeugte der Film die Jury durch seine eigenen Methoden der Ausgrabung von Filmmaterial und Erzählungen.

Des Weiteren vergab das Auswärtige Amt zur Förderung des interkulturellen Austausches den mit 2000 Euro dotierten Dialog-Preis an Fairuz Ghammam für „Oumoun“. Der Film ist ein Porträt über ihre Großmutter in Tunesien. Für das Projekt hat Ghammam zum ersten Mal mit ihrer Großmutter auf Arabisch kommuniziert.

Und der EMAF-Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik (VDFK) ging an Lukas Marxt für „Imperial Valley (cultivated run-off)“. Marxt, der dem Publikum via skype aus Utah zugeschaltet war, wo er gerade für sein neues Projekt recherchiert, erhält 1000 Euro.

 

 

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