#startuplife – Diversität im Team

Stichwort Vielfältigkeit

Einer der häufigsten Gründe für das Scheitern von Startups ist die Auswahl des falschen Teams. Die Mitarbeiter*innen und Gründer*innen entscheiden maßgeblich darüber, ob sich die Geschäftsidee erfolgreich weiter entwickelt oder scheitert. CB Insights hat die Gründe für das Scheitern von jungen Unternehmen genauer untersucht und die „Top 20 Reasons Startups fail“ zusammengestellt. Neben der nicht vorhandenen Marktrelevanz und zu knappen finanziellen Ressourcen stehen Probleme innerhalb des Teams auf Platz 3 der Gründe, weshalb Startups scheitern. Daher ist die Entscheidung, wer mit ins Boot geholt geholt wird, besonders wichtig. Im Folgenden nennen wir euch die wichtigsten Punkte, die ihr bei der Auswahl eures Teams beachten solltet und erklären, weshalb es lohnenswert ist, sich schon früh mit der Personalarbeit zu befassen.

#startuplife ist eine Serie, die sich mit dem Gründen und allem, was dazu gehört, beschäftigt. Alle zwei Wochen berichten wir über ein neues Thema. Das letzte Mal ging es um die Gründerszene in Osnabrück.

Zu Beginn der Gründung eines Start-ups spielen oft andere Dinge eine wichtige Rolle, dabei ist die Personalarbeit entscheidend für den Erfolg.

Perspektivenwechsel

Tatsache ist: Teams arbeiten besonders effizient zusammen, wenn sie verschiedene Fähigkeiten abdecken. Nur das Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven löst ein Problem auf allen Ebenen. Nico Lumma, Partner des Next Media Accelerators in Hamburg, hat auf der diesjährigen innovate! über die perfekte Team-Konstellation gesprochen:

„Idealtypisch sind es drei Leute: Eine*r kümmert sich um das Produkt, eine*r um die Technik und eine*r kümmert sich um die Verkäufe. Diese Kombination ist die ideale Voraussetzung, weil wir in Deutschland leider ganz oft das Phänomen haben, dass sich drei BWLer zusammensetzen. Da renne ich schon mal schreiend weg, weil da echt Kompetenzen fehlen.“

Diversität im Team ermöglicht eine umfassendere Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, ob nun im B2B oder B2C-Bereich. Je vielfältiger das Unternehmen, desto besser können unterschiedliche Zielgruppen wahrgenommen und bedient werden. Die Verschiedenheit sollte sich jedoch auf das Fachwissen begrenzen und die Mitarbeiter*innen eines Startups sollten generell gleich ticken, um grundlegende Konflikte zu vermeiden.

Die Angst vor dem Ideen-Diebstahl

Ein großes Thema unter Startups und Gründer*innen ist die Angst vor dem Ideenklau. Viele Gründer*innen, oder die, die es werden wollen, machen zu Beginn den Fehler, ihre Idee für sich zu behalten. Wer konkrete Pläne hat und seine Innovation an den Markt bringen möchte, muss früher oder später darüber reden. Denn nur Feedback und Austausch bringen die Idee voran. Wer nur die halbe Wahrheit verrät, der vermittelt bei möglichen Investor*innen und zukünftigen Geschäftspartner*innen wahrscheinlich einen falschen Eindruck. Und im Idealfall können so wertvolle Mitarbeiter*innen gewonnen werden. So hat beispielsweise auch Bugbell-Gründerin Jamina Zaugg ihr Team gefunden: Auf der innovate!2017 lernte sie ihr erstes Teammitglied kennen. Also gerade, wenn du mit deiner Idee noch alleine bist, findest du am ehesten die passende Crew, wenn du dein Projekt immer und immer wieder besprichst.

Die Bedeutung von Recruiting & Personalarbeit

Ein Startup zu gründen ist eine zeitintensive Angelegenheit, da bleibt die Personalarbeit oft auf der Strecke. Dabei ist sie von großer Bedeutung – auch schon zu Beginn der Gründung. Ein Unternehmen ist schließlich nur so gut wie seine Mitarbeiter*innen.  Die Kultur eines Startups wird maßgeblich von seinem Team geprägt, daher sollten bei der Auswahl der Gründungspartner*innen und beim Recruiting keine Kompromisse gemacht werden. In der Praxis wird die Personalarbeit jedoch oft hinten angestellt: Unangenehme Gespräche werden hinausgezögert und aufgeschoben; bei neuen Mitarbeiter*innen werden zu hohe Kosten gescheut.

Oft sind es auch Freunde oder Bekannte, die sich zu einem Gründerteam zusammenfinden und durch die persönliche Ebene wird es schwierig, Personalentscheidungen objektiv zu treffen. Hier gilt: Sprecht miteinander! Nur so können Konflikte vorzeitig ausgeräumt und größere Krisen vermieden werden. Falls euer Team zu homogen aufgestellt ist, müsst ihr selbstverständlich nicht gleich eure Mitglieder austauschen, sondern könnt externe Mitarbeiter*innen und Berater*innen mit Erfahrung und Know-How an Bord holen. Wir bei Netrocks legen sehr viel Wert auf gute Kooperation und setzen den Fokus auf das Kerngeschäft. Dabei vertrauen wir auch auf unsere Kunden und Partner, um stets die für den Kunden bestmögliche Lösung zu finden. Die Faustregel für Startups aber lautet: alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, outsourcen!

Das ideale Team ist fachlich komplementär aufgestellt, aber privat auf einer Ebene.

Fazit

Das Team ist der Anker des Startups und sollte daher nicht vernachlässigt werden. Es ist wichtig, an einem Strang zu ziehen und die gleichen Werte zu vertreten, damit keine Konflikte entstehen. Intern und extern sollten Enthusiasmus und Zusammenhalt demonstriert werden und das funktioniert immer noch am besten, wenn alle Beteiligten denselben Traum verfolgen!

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